Sollte man E-Mail Adressen & Mailinglisten kaufen?

E-Mail Adressen kaufen

Während unserem letzten Dmexco Messeauftritt wurden wir ungewöhnlich oft gefragt, ob wir auch E-Mail Adressen verkaufen bzw. wie wir als eMailChef generell dazu stehen.

Einführend möchten wir dazu erwähnen, dass es in Deutschland eine gesetzliche Regelung zum Versand von (Newsletter) E-Mails gibt. Gemäß § 7 Abs. 2 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ist es untersagt, ohne ausdrückliche Zustimmung des Empfängers an ihn E-Mails unaufgefordert zu versenden.

Unsere klare Antwort auf die Frage, ab „Mailinglisten kaufen“ sinnvoll ist, lautet NEIN, niemals.

Abgesehen von der gesetzlichen Lage sind die Erfolgsaussichten von Newsletter Kampagnen an E-Mail Empfänger ohne konkreten Bezug, also ohne eine vorherige Interessensbekundung oder ein bestehendes Kundenverhältnis sehr gering.

Da die Konversionsraten meist im Promillebereich liegen, ist der Kosten-Nutzen Aufwand bei solchen SPAM Kampagnen absolut nicht sinnvoll.

Sicherlich sind neue Kontakte immer gut, um neue Informationen, Produkte und Services zu kommunizieren. Sofern Ihr Unternehmen als Spammer bekannt wird, schaden Sie sich und dem Wachstum Ihrer Firma.

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Zusammengefasst unsere Gründe, vom Kauf von E-Mail Adressen abzuraten

  1. Die meisten E-Mail Adressen in gekauften Listen existieren längst nicht mehr.
    Sofern Massenmails damit versandt werden, kommt es zu einer großen Menge an Bounces (Rückläufern), die sich später auch auf die generelle Zustellrate negativ auswirken.
  2. Qualitativ hochwertige E-Mail Listen werden nicht einfach so verkauft.
    Sofern es sich bei gekauften Adresslisten um legale, also E-Mail Adressen mit Opt-in handelt, sind diese meist wahllos oder ohne genauen Themenbezug. Selbst bei einer Interessensauswahl oder Bezug auf eine Branche handelt es sich bei diesen Empfängern um meist von Werbemais überflutete Personen. Eine Standardliste ohne konkrete Ausrichtung auf Ihr spezielles Geschäft ist nahezu wertlos.
  3. Zufällige E-Mail Adressen sind nicht mit echtem Interesse von Kunden zu vergleichen.
    E-Mail Marketing und der Versand von Newslettern basiert auf Kundenbeziehungen und auf dem Vertrauen zwischen Versender un Empfänger. Dazu kommt die Relevanz der Inhalte in Bezug auf die Bedürfnisse und Interessen der Empfänger. Es geht um die Kommunikation von Mehrwerten, also einem konkreten Nutzen für Ihre Empfänger. Im Fall, dass Sie an beliebige Empfänger aussenden, kommt es nicht zu dem gewünschten Effekt der Kundenbindung.
  4. Gekaufte E-Mail Adressen werden automatisch in SPAM Ordner gefiltert bzw. fallen in die Kategorie unerwünschte Massen-E-Mails.
    Die Internetprovider bzw. E-Mail Anbieter wie Googlemail, Web.de, Gmx, Outlook.com, Yahoo, AOL, T-Online uvm. haben intelligente SPAM Filter im Einsatz, die unter anderem messen, wie oft Werbe E-Mails an die gleichen Adressen versendet werden. Die Auslieferung der E-Mails wird stark verringert, die Zustellrate sinkt. Damit kommt es unter Umständen zu Reputationsverlusten, die sich nicht auf die Schnelle wieder bereinigen lassen.
  5. Seriöse E-Mail Marketing Plattformen bzw. Newsletter Software Anbieter in der Cloud werden die Verwendung gekaufter Listen gestatten.
    Wie auch bei eMailChef wird sobald festgestellt wurde, dass beim Versand von E-Mails gekaufte Standardverteiler verwendet werden, der Versand gestoppt und ggf. nach der Abmahnung das Kundenkonto gesperrt. Allein im Sinne der ernsthaft an E-Mail Marketing interessierten Kunden ist dies eine wichtige Schutzmaßnahme. Außerdem ist dies durch die Zertifizierungsstandards (z.B. CSA) eingefordert.

Es lohnt sich, E-Mail Listen immer selbst aufzubauen

Das Generieren bzw. Sammeln von echten Opt-In Adressen ist immer der beste Weg Kunden langfristig zu binden und regelmäßig per E-Mail zu informieren.

  • Webformular für Newsletterversand
  • Einwilligung zum Versand von E-Mails beim Kaufabschluss im Online-Shop
  • Beim Warten (z.B. beim Arzt, Friseur, Autohaus, Hotel, Restaurant) können E-Mail Adressen erfragt und über Formulare die Einwilligung zum Erhalt gewonnen werden.
  • Kundenmeinungen, Reviews und Bewertungen können zur Listengenerierung genutzt werden. Bieten Sie Anreize, damit Ihre Kunden sich gern die Zeit nehmen, Sie, Ihre Produkte bzw. Ihren Service zu bewerten. Im gleichen Zusammenhang lassen sich hier auch die Kontaktdaten für zukünftige Informationen sammeln.